Klumpfuß bei AMC: Was zeigt die Behandlung mit der Ponseti-Methode?

Ein Klumpfuß ist eine Fehlstellung des Fußes, bei der der Fuß nach innen und unten gedreht ist. Bei Kindern mit AMC – einer angeborenen Erkrankung, die mit Bewegungseinschränkungen und Gelenkfehlstellungen einhergeht – kann die Behandlung besonders anspruchsvoll sein.

Eine aktuelle Studie untersucht, wie sich die Ponseti-Methode bei diesen Kindern über mehrere Jahre entwickelt. Dabei wurde nicht nur die sichtbare Fußstellung beurteilt, sondern auch untersucht, wie sich die knöcherne Stellung im Röntgenbild darstellt.

Wie wird ein arthrogrypotischer Klumpfuß behandelt?

Die Ponseti-Methode ist eine etablierte Behandlung des Klumpfußes. Der Fuß wird dabei schrittweise durch spezielle Gipsverbände in eine möglichst gute Stellung gebracht. Nach der Korrektur wird die erreichte Stellung zunächst mit einer Schiene gesichert.

Bei Kindern mit AMC kann die Fehlstellung jedoch besonders ausgeprägt und hartnäckig sein. Deshalb kann trotz einer zunächst guten Korrektur im weiteren Verlauf erneut eine Fehlstellung auftreten.

Was zeigt die Studie?

Nach der ersten Behandlung mit der Ponseti-Methode zeigte sich bei fast drei Vierteln der untersuchten Füße zunächst eine gute bis sehr gute klinische Stellung. Im weiteren Verlauf benötigten allerdings etwa drei Viertel der Füße mindestens einen größeren operativen Eingriff.

Dabei gab es deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen der AMC. Kinder mit distaler AMC hatten insgesamt bessere Ergebnisse als Kinder mit Amyoplasie.

Interessant ist außerdem: Die zunächst gute sichtbare Stellung des Fußes entsprach nicht immer einer ebenso guten knöchernen Stellung im Röntgenbild. Die Studie zeigt damit, wie wichtig eine langfristige klinische und radiologische Kontrolle sein kann.

Was bedeutet das für betroffene Familien?

Die Ponseti-Methode kann auch bei Kindern mit AMC eine wichtige Behandlungsmöglichkeit sein. Gleichzeitig sollten Eltern wissen, dass bei dieser besonderen Form des Klumpfußes häufiger weitere Behandlungen oder Operationen notwendig werden können.

Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig eine langfristige, individuell angepasste Betreuung dieser Kinder ist.

Krankheitsbild

AMC

Die Abkürzung AMC bezeichnet eine angeborene Gelenksteife. Die Ausprägung und damit Schwere der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und reicht von Fuß- und Sprunggelenksfehlstellungen bis hin zum Befall aller großen Gelenke und der Wirbelsäule.

​​​​​​​Die Weichen zur bestmöglichen Therapie werden bereits im ersten Lebensjahr gestellt, aber die therapeutische Herausforderung des komplexen und sehr variablen Krankheitsbildes betrifft das gesamte Wachstumsalter. Ein optimales Zusammenspiel von Ärzten, Therapeuten und Technischer Orthopädie ist unabdingbar.

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Klumpfuß

Der Klumpfuß ist eine angeborene Fehlstellung des Fußes. Dabei ist der Fuß typischerweise nach innen gedreht, die Fußsohle zeigt vermehrt nach innen, der Vorfuß ist nach innen geführt und die Ferse steht häufig in Spitzfußstellung. 

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Neurogene Fußdeformität

Neurogene Fußdeformitäten entstehen durch neurologische Grunderkrankungen und entwickeln sich häufig im Kindesalter. 

Eine frühzeitige kinderorthopädische Diagnostik und individuell abgestimmte Therapie sind entscheidend für Funktion, Stabilität und Alltagsteilhabe.

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