Priv.-Doz. Dr. med. Ferdinand Wagner
PhD, Facharzt Kinderchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Erfahren Sie hier mehr über die Kinderorthopädie.
"Die Beine sind die Basis für ein aktives und sorgenfreies Leben."

PhD, Facharzt Kinderchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
Erfahren Sie hier mehr über die Kinderorthopädie.
"Die Beine sind die Basis für ein aktives und sorgenfreies Leben."
Schon als Assistenzarzt faszinierte mich, wie sehr ein gut versorgtes Hüft-, Knie- oder Fußproblem Kindern die Freiheit schenkt, draußen zu spielen. Daher habe ich mich nach mehreren Stationen ganz der Kinder- und Jugendorthopädie verschrieben. Heute leite ich die Orthopädische Kinderklinik Aschau im „Kind im Zentrum Chiemgau“ und darf täglich erleben, wie kleine Schritte zu großen Erfolgen führen.
Mir ist wichtig, jedes Kind als einzigartige Persönlichkeit zu sehen. Ob bei angeborenen Fehlstellungen, Folgen eines Unfalls oder komplexen Handicap-Situationen: Ich nehme mir Zeit, zuzuhören, Ängste zu verstehen und gemeinsam mit Eltern einen klaren Behandlungsplan zu entwickeln. Sanfte Untersuchungstechniken – etwa strahlungsfreie 3D-Ultraschallverfahren, die wir in eigenen Studien mitentwickelt haben – helfen, Vertrauen zu schaffen und unnötige Belastungen zu vermeiden.
Unsere Klinik schätze ich, weil hier ärztliche, therapeutische und sozialpädagogische Fachkräfte Hand in Hand arbeiten. Dieses interdisziplinäre Miteinander sorgt dafür, dass medizinische Erkenntnisse schnell im Alltag der Kinder ankommen: von der ersten Gipskontrolle bis zum letzten Reha-Schritt. Besonders begeistern mich aktuelle Innovationen wie individualisierte OP-Planungen oder Wachstumsprognosen per Ultraschall – Methoden, die ich in München, Regensburg und Brisbane wissenschaftlich vorantreiben durfte.
Mein Ziel ist es, jede Patientin und jeden Patienten so zu behandeln, als wäre es mein eigenes Kind. Wenn am Ende der Therapie wieder Lachen, Laufen und Toben möglich sind, weiß ich: Genau dafür bin ich Arzt geworden - frei nach Beckenbauer: „Jetzt geht’s raus und spielt's Fußball.“

Die sogenannte kongenitale, also angeborene Hüftdysplasie stellt eine ungenügende Ausbildung des Hüftgelenkes dar mit in der Regel insuffizienter Verknöcherung des Pfannenerkers.

Kinder mit einer infantilen Cerebralparese zeigen – in Abhängigkeit von Lage und Ausmaß der ursächlichen Hirnschädigung – eine Veränderung des Muskeltonus und Störungen der Haltungs- und Bewegungskontrolle.
Betroffene Patienten werden bei uns interdisziplinär vom Säuglings- bis zum Erwachsenenalter betreut. Im Rahmen einer befund- und zielorientierten Therapieplanung kann das gesamte Spektrum etablierter konservativer und operativer Therapieverfahren angeboten werden.

Unter der sogenannten Epiphyseolysis capitis femoris (ECF) wird eine Lösung der Wachstumsfuge unterhalb des Oberschenkelkopfes verstanden.

Der Morbus Perthes ist üblicherweise definiert als Durchblutungsstörung des Hüftkopfes im Kleinkindesalter zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr. Es werden sowohl genetische Faktoren als auch Skelettreifungsstörungen mit verzögertem Wachstum oder Gerinnungsstörungen für die Erkrankung verantwortlich gemacht.

Der Klumpfuß ist eine angeborene Fehlstellung des Fußes. Dabei ist der Fuß typischerweise nach innen gedreht, die Fußsohle zeigt vermehrt nach innen, der Vorfuß ist nach innen geführt und die Ferse steht häufig in Spitzfußstellung.

Der Knickfuß (Knick-Fuß) bezeichnet eine Abknickung der Ferse von der Körpermitte nach außen.

Die Abkürzung AMC bezeichnet eine angeborene Gelenksteife. Die Ausprägung und damit Schwere der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und reicht von Fuß- und Sprunggelenksfehlstellungen bis hin zum Befall aller großen Gelenke und der Wirbelsäule.
Die Weichen zur bestmöglichen Therapie werden bereits im ersten Lebensjahr gestellt, aber die therapeutische Herausforderung des komplexen und sehr variablen Krankheitsbildes betrifft das gesamte Wachstumsalter. Ein optimales Zusammenspiel von Ärzten, Therapeuten und Technischer Orthopädie ist unabdingbar.

Eine neurogene Hüftdezentrierung entwickelt sich häufig schleichend bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung helfen, Schmerzen, Fehlstellungen und eine Hüftluxation zu vermeiden.

Neurogene Fußdeformitäten entstehen durch neurologische Grunderkrankungen und entwickeln sich häufig im Kindesalter.
Eine frühzeitige kinderorthopädische Diagnostik und individuell abgestimmte Therapie sind entscheidend für Funktion, Stabilität und Alltagsteilhabe.

Die Behandlung von angeborenen und erworbenen Achsdeformitäten und Beinlängendifferenzen stellt seit vielen Jahren einen der therapeutischen Schwerpunkte unserer Klinik dar.
Im Wachstumsalter können Fehlstellungen durch minimalinvasive, wachstumslenkende Verfahren korrigiert werden. Nach Wachstumsabschluss oder bei komplexen Deformitäten am Arm oder Bein, ist häufig eine korrigierende Operation zur Herstellung einer anatomischen Achse notwendig.

Ziele der Therapie und der Rehabilitation bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen sowie Erkrankungen der peripheren Nerven sind die Verbesserung und das Erhalten der Selbständigkeit und Selbstversorgung. Oft kann durch geeignete Hilfsmittel dieses Ziel erreicht werden. Auch operative Maßnahmen können hierbei notwendig werden.

Als Patellaluxation bezeichnet man das „Herausspringen“ der Kniescheibe aus ihrem Gleitlager. In den allermeisten Fällen luxiert die Patella nach außen.

Die Achondroplasie zählt zu den Skelettdysplasien und ist gekennzeichnet durch einen dysproportionierten Kleinwuchs, bei dem Arme und Beine im Verhältnis zum Rumpf deutlich zu kurz sind.

Eine angeborene Fehlbildung des Oberschenkelknochens (Femur), der sogenannte Proximale Fokale Femurdefekt (PFFD), ist sehr selten und tritt nur bei zwei von 100.000 Neugeborenen auf. Häufig sind zusätzlich das Wadenbein fehlgebildet (Fibuladefekt), der Unterschenkel verkürzt und die Achsen und evtl. Füße fehlgeformt (deformiert).

Eine angeborene Fehlbildung des Wadenbeins (Fibuladefekt oder fibulare Hemimelie) tritt bei drei von 100.000 Neugeborenen und damit sehr selten auf. Die Fehlbildung kann dabei leicht ausgeprägt sein, so dass das Wadenbein nur etwas verkürzt ist. In schweren Fällen fehlt das Wadenbein vollständig.

Nur eines von einer Million Neugeborenen weist eine angeborene Fehlbildung des Schienbeins (Tibiadefekt) auf, das dann unterentwickelt (Hypoplasie) ist. In schweren Fällen fehlt der gesamte Knochen (Aplasie). Meist sind zusätzlich Oberschenkel und Fuß, teilweise auch das Kniegelenk erheblich verändert.

Bei angeborenen Fehlbildungen der vier Gliedmaßen (transversale Fehlbildungen) sind Teile der betroffenen Körperglieder nicht vorhanden (minderangelegt) oder abgeschnürt. Die Fehlbildung wirkt, als wäre ein Teil der Gliedmaßen amputiert. Bei dieser seltenen Fehlbildung sind die oberen Extremitäten häufiger betroffen als die unteren.
Wissenschaftliche Auszeichnungen und Stipendien
Mitgliedschaften

Ein innovatives Verfahren ermöglicht die dreidimensionale Darstellung des Oberschenkelknochens (Femur) mit Ultraschall – ganz ohne Strahlenbelastung oder Narkose. Damit könnten wichtige Winkel zur Operationsplanung künftig einfach, sicher und kindgerecht bestimmt werden.

Kinder mit Zerebralparese (ICP) oder einer angeborenen Hüftreifungsstörung (DDH) brauchen regelmäßige Hüftkontrollen, damit ein „Weglaufen“ des Hüftkopfs aus der Pfanne (Dezentrierung) früh erkannt und behandelt werden kann. Röntgen ist dafür üblich – bedeutet aber Strahlenbelastung. Die Studie prüft, ob Ultraschall (US) als strahlenfreie Alternative das Gleiche zuverlässig feststellen kann.

Die visuelle Beurteilung der Fersenstellung beim Zehenstand liefert einen zuverlässigen Hinweis auf dekompensierte kindliche Plattfüße und unterstützt schnelle, praxisnahe Entscheidungen zu Therapie und Fußfunktion.

Neuroorthopädische Gangstörungen bei Kindern lassen sich gezielt behandeln. Erfahren Sie in diesem Artikel wie unsere Klinik verschiedene Therapien einsetzt, um Mobilität, Sicherheit und Lebensqualität Ihrer Kinder nachhaltig zu verbessern.

Coxitis fugax ist die häufigste Ursache für akute Hüftschmerzen bei Kindern. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie die Erkrankung sicher erkannt, behandelt und von schwerwiegenden Ursachen abgegrenzt werden kann.

Orthopäden, Traumatologen und Pädiater werden nicht selten mit dem Krankheitsbild der Epiphyseolysis capitis femoris konfrontiert. Häufig besteht bei den jungen Patienten akuter Handlungsbedarf. Umso wichtiger ist es daher, typische Symptome zu erkennen und über die aktuell empfohlene Bildgebung sowie die Therapie Bescheid zu wissen.

Eine neue Studie vergleicht zwei gängige Methoden zur Stabilisierung von Knochenbrüchen mit Kirschner-Drähten.
Das Ergebnis: Beide sind sicher – entscheidend ist der richtige Umgang und die gute Aufklärung der Familien.

Die Beurteilung des Wachstumsstands bei Kindern und Jugendlichen ist entscheidend für viele orthopädische Behandlungen – zum Beispiel bei Skoliose oder Beinlängendifferenzen.
Bisher wird dafür oft das sogenannte Sanders Scoring System (SMS) verwendet, das auf Röntgenaufnahmen der Hand basiert. Doch gerade bei jungen Patient*innen sollte man den Einsatz von Röntgen aus Gründen des Strahlenschutzes möglichst vermeiden.

Wenn der Hüftkopf bei Morbus Perthes verformt ist und starke Beschwerden verursacht, kann eine spezielle Operation helfen: die valgische Umstellungsosteotomie.
Unsere Studie zeigt, wie diese Methode Kindern wieder mehr Bewegungsfreiheit, weniger Schmerzen und eine höhere Lebensqualität verschafft.

Gangstörungen bei Hüftproblemen im Kindesalter sind mehr als Stolpern:
Sie verraten, wie Hüfte und Muskeln arbeiten. Frühe Erkennung hilft, Schmerzen zu lindern und langfristige Gelenkschäden zu vermeiden.

Bei Kindern unter sechs Jahren heilt Morbus Perthes meist gut mit gezielter Bewegung und Physiotherapie.
Frühzeitige Erkennung schützt die Hüfte und bewahrt Mobilität – ein beruhigendes Signal für Eltern.

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